07.09.2016

Baiersbronn im Blick

Verkehr: Fuchtel mit Verkehrspolitiker Donth vor Ort / Bahnquerung geplant / Auch Schwarzenberg aufgesucht

Baiersbronn: Seinen Einsatz zu Beginn der parlamentarischen Entscheidungen im Deutschen Bundestag zur künftigen Verkehrsinfrastruktur unterstrich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel durch einen Fachtermin mit Kommunalvertretern, Landratsamt und Straßenbauabteilung vor Ort in Baiersbronn. Mitgebracht hatte er Michael Donth, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages.

 Gemeinsam wurden die neuralgischen Probleme der Verkehrsführung in der Tourismusgemeinde aufgesucht. In Baiersbronn ist geplant, die Murgtalbahn von Freudenstadt her möglicherweise mit einer Brücke zu überqueren, die in den Bereich beim Bahnhof einmünden und den Verkehr dann geradeaus durch den Ort führen würde. Damit wäre der Bahnübergang im Ort entlastet. Die Diskussion läuft noch: Seitens der Gemeinde könne man sich einen Kreisverkehr an dieser Stelle vorstellen, erklärten Vertreter der Kommune, die im Auftrag des urlaubsbedingt abwesenden Bürgermeisters Michael Ruf den Sachstand vortrugen.

Das Problem müsse jetzt durch Zusammenführung aller Kräfte auf die Zielgerade gebracht werden, genauso wie eine weitere Querung von Schiene und Bahn. Er stehe für volle Unterstützung auch weiterhin zur Verfügung, um "wenigstens diese Verbesserung" zu erreichen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Experte Michael Donth dazu: „Eine fertige Planung ist immer Voraussetzung.“ Genau darauf zielt die Strategie des hiesigen Abgeordneten: Fertigstellung der Planung und begleitende Gespräche wegen der Finanzierung. Man wisse, dass daneben auch die innerörtliche Verkehrsführung verbesserungsbedürftig sei. Auch das werde in Berlin vorgetragen. Dieses Problem sei aber besonders schwierig zu lösen.

Die Lage in Schwarzenberg muss auf der Basis einer Maßnahme gelöst werden, die man straßenbauspezifisch als „Durchstich“ bezeichnet. Hoteliers und Gemeinde haben die Pläne für einen solchen „Durchstich“ am Schlossberg schon auf eigene Rechnung vorangetrieben. Jörg Sackmann hat dem grünen Landesverkehrsminister Winfried Hermann bereits im November 2011 in einem persönlichen Brief erklärt, wie wichtig gerade für den Tourismus eine Entlastung des Ortes vom Schwerlastverkehr wäre. Sein Schreiben hat er beim Besuch von Donth und Fuchtel nun erstmals öffentlich gemacht. Die derzeitige Verkehrsführung, ist Jörg Sackmann überzeugt, passt so gar nicht zur Ausweisung des Nationalparks, denn „zu uns kommen ja die Gäste, um sich zu erholen!“ 

In Schwarzenberg macht die Bundesstraße 462 einen Halbkreisbogen um den Schlossberg; mit einem rund 300 Meter langen „Durchstich“ könnte der Ort umfahren werden. Dadurch würden sogar 500 Meter Bundesstraße und deren Betriebskosten eingespart.

Sackmann setzt nach wie vor auch auf die Kreativität des hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten. „Es war schon toll, wie uns Hans-Joachim Fuchtel in der Vergangenheit immer unterstützt hat“, betonte der Hotelier, allein die aktuelle Grünbepflanzung entlang der B 462, die auf seine Initiative zurückgehe, helfe schon gegen den Lärm, wenngleich nicht so, als wenn der Ort vom Durchgangsverkehr befreit wäre.

Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel hat binnen zwei Wochen das zweite Mitglied des Verkehrsausschusses nach Baiersbronn geholt, damit auch er sich ein Bild vor Ort machen konnte. 

 

 

 

fudurchstich 

Die Pläne für einen Durchstich des Schlossbergs als Umgehung für Schwarzenberg gibt es schon, wie Michael Donth von Ortsvorsteher Erwin Zepf, Daniel Sackmann, Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Jörg Sackmann erfuhr (von links).[Druckversion]