16.09.2016

Auch kleine Orte haben ihre Chance

Kommunalpolitik: Fuchtel trifft neuen Rathauschef / Pioch möchte Dorfkern beleben / Wo Geld aufhört, ist Kreativität gefragt

Grömbach: Wer in Grömbach wohnt, der hat es eigentlich gut. Die Baupreise sind günstig, die Dorfgemeinschaft funktioniert und „die Internet-Geschwindigkeit ist spitze“, verrät der neu gewählte Bürgermeister Armin Pioch dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Der hatte den frisch gewählten Rathauschef zu einem Ideenaustausch über die Zukunft der Gemeinde getroffen.

 

Wer den CDU-Bundestagsabgeordneten kennt, der weiß, dass er sich nicht nur zum Plaudern mit den Repräsentanten der Städte und Gemeinden seines Wahlkreises trifft. Bei solchen Gesprächsrunden wird grundsätzlich immer analysiert, um dann gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickeln zu können. Auch für eine der kleinsten Kommunen im Nordschwarzwald hatte der Parlamentarier Tipps auf Lager. „Vor allem touristisch ist Grömbach noch ein weißer Fleck in der Landschaft“, betonte Fuchtel, doch „jeder noch so kleine Ort muss seine Chancen wahrnehmen, um seinen Wohnwert zu sichern.“ 

Dabei seien, so Fuchtel, „die Regionen immer so gut, wie das Zusammenwirken der politischen Player“. Hans-Joachim Fuchtel sieht sich als Helfer, Netzwerker und Vermittler. Zum Beispiel, wenn ein Botschafterbesuch in seinem Wahlkreis ansteht oder ein Experte aus Berlin gefragt ist, kann das auch mit kleineren Gemeinden zusammengebracht werden. Nach Armin Piochs Überzeugung genau der richtige Weg, denn „Grömbach wird noch zu wenig wahrgenommen.“ Dabei entstehe doch „Erfolg durch Kooperation“.

„Man muss Ideen haben, am besten im Team“, ist Fuchtel überzeugt. Dann sei auch mit bescheidenen Mitteln viel zu erreichen. Dazu sei es besonders wichtig, Mitstreiter zu finden. Ähnlich drückte es Armin Pioch aus: „Wo das Geld aufhört, ist Kreativität besonders gefragt!“

Doch zunächst einmal muss sich der Rathauschef um die Finanzen der „typischen Pendlergemeinde“ kümmern. Da gibt es viel Arbeit durch den Gemeindeprüfungsbericht, der besagt, dass die Gebührensätze in Ordnung zu bringen sind. Als gewählter Bürgermeister sieht er keine Chance, dem leidigen Thema auszuweichen, auch wenn seine Gemeinde schuldenfrei ist.

Auf der anderen Seite müssten größere Infrastrukturmaßnahmen wie die Sanierung der Kanalisation noch in Angriff genommen werden. Ihm sei es auch ein Anliegen, den Dorfkern über die Ortskernsanierung zu beleben und das Gasthaus zu erhalten. Für den „Einzelkämpfer mit Sekretariat“, so Pioch über Pioch, war das Gespräch mit dem Staatssekretär nach eigenen Worten nicht nur gut, sondern sehr wertvoll. 

 

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Kreativität ist für die Entwicklung kleinerer Orte gefragt: Grömbachs neuer Bürgermeister Armin Pioch (links) und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. 

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