07.10.2016

Vollgas in chinesischer Botschaft

Blasmusik / Stadtkapelle umrahmt Jahresempfang / Wildbader vor über 600 Gästen in Berlin / Staatssekretär Fuchtel öffnet Türen

Vollgas in chinesischer Botschaft Großer Auftritt vor der chinesischen Botschaft in Berlin: die Wildbader Stadtkapelle unter Leitung von Stadtkapellmeister Martin Koch, Botschafter Shi Mingde und der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Foto: Protokoll Botschaft VR China

Bad Wildbad / Berlin. Das werden die Bad Wildbader Blasmusikerinnen und Blasmusiker wahrscheinlich ihr Lebtag nicht vergessen: ihren fulminanten Auftritt vor weit mehr als 600 geladenen Gästen aus internationaler Diplomatie, Politik und Wirtschaft in der chinesischen Botschaft in Berlin. Ganz vorne dabei der hiesige Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel.

Doch der Reihe nach: Im Herbst letzten Jahres hatte die Bad Wildbader Stadtkapelle zu Ehren des chinesischen Botschafters vor dem Rathaus aufgespielt. Shi Mingde hatte mehrere Tage auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel im Nordschwarzwald geweilt. Die Kapelle gewann dank ihres auch damals schon engagierten Auftretens das Herz des Chinesen. Deshalb erhielten die Musikerinnen und Musiker eine Einladung zum Aufspiel am chinesischen Nationalfeiertag in Berlin.

Es folgten ein Jahr intensive Vorarbeit und jetzt die große Bühne. Auch chinesische Stücke waren angesagt. Zuvor hatte man – schon fast so nebenbei – anlässlich der Besuche des stellvertretenden Außenministers von Griechenland und auch des rumänischen Vizepremierministers, die sich an diesem Vormittag beim Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel im Ministerium die Türklinke in die Hand gaben, musiziert.

Dann der große Auftritt unter der Leitung von Stadtkapellmeister Martin Koch im Innenhof der chinesischen Botschaft, wo sich eine große Zahl an Gästen in langer Warteschlange bewegte. Mit breiten Potpourris zeigten die Wildbader, was sie zu bieten haben. Viele Gäste scherten aus der Reihe aus, um länger zuzuhören.

Dann im großen Saal die Ankündigung des Auftritts von vier Wildbader Trompetern unter langanhaltendem Applaus. Nach der Ansprache des Botschafters spielte man auch die Überleitungsmusik zum Mammutbuffet. Wie konnte es anders sein, als dass Martin Koch ein chinesisches Stück unter der Überschrift „Peking Ente“ eingeübt hatte.

Als die Wildbader dann auch noch als Geschenk mit einer Kuckucksuhr aufwarteten, gab es kein Halten mehr: Unter tosendem Beifall verließen die Schwarzwälder die Bühne.

Hans-Joachim Fuchtel konnte sich vor Anfragen der vielen Botschafter kaum retten, wann die Kapelle denn nun zu ihnen in die Botschaft käme. Der Abgeordnete dazu: „Da können wir schon noch einiges auf den Weg bringen, denn die Blasmusik verfügt im Kreis Calw immerhin über 35 Kapellen!“

Weitere Highlights der Berlinreise waren die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Bundestages und der Marsch auf die gläserne Reichstagskuppel. Außerdem wurde die Ausfahrt genutzt, um Berlin – auch abseits des politischen Geschehens – noch etwas näher kennen zu lernen. Dazu gehörten eine Stadtrundfahrt und eine Schifffahrt auf der Spree. Zur Freude der Berliner und Touristen gaben die Musikerinnen und Musiker auch Standkonzerte am Reichstagsgebäude und am Brandenburger Tor.

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