13.10.2016

Partnerschaften neue Dynamik geben

Nachlese: Fuchtel ergreift Initiative / Erkenntnisse aus Gesprächen mit französischem Botschafter

Calw / Freudenstadt. Die Begegnung des französischen Botschafters Philippe Étienne mit den Partnerschaftsvereinen und Kommunen in den Landkreisen Calw und Freudenstadt hat viel Positives gebracht, analysiert der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in der Nachlese zu der Veranstaltung auf Burg Liebenzell (wir berichteten).

Wie sich aus dem Treffen ergeben habe, so der CDU-Bundestagsabgeordnete, gebe es aber auch „Bedarf nach neuer Dynamik“. In sehr gut funktionierenden Partnerschaften soll, wenn es darüber hinaus auch freundschaftliche Kontakte von französischer Seite nach Afrika gibt, eine deutsche Beteiligung geprüft werden. „Der Termin mit Botschafter Philippe Étienne war ein Zeichen großer Freundschaft und offenbart das hohe Maß an vertrauensvoller Zusammenarbeit", betont der Politiker.

Dabei gab es Berichte über Partnerschaften, die auf Hochtouren liefen und solche, die bei weitem nicht mehr die ursprüngliche Breite hätten. Fuchtel: „Die Partnerschaften waren mental Träger der Völkerverständigung.“ Auch wenn das Trennende seit Jahrzehnten überwunden sei, müsse das Verbindende wachgehalten und gestärkt werden. Europa brauche eine enge Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich auf allen Ebenen.

Zum Teil seien auch Verbindungen über die Vereine zum Erliegen gekommen. Andererseits hatte der Vertreter eines Sportvereins aus Neuweiler berichtet, dass ohne jegliche staatliche Unterstützung regelmäßig 100 Personen die Mitglieder eines befreundeten Vereins in Frankreich besuchen. Trotz geringer Organisationstiefe und eher bescheidener Sprachfähigkeiten klappe das ganz hervorragend.

Hans-Joachim Fuchtel hat jetzt die Initiative ergriffen und einen Workshop vorgeschlagen, damit bald wieder durchgehend positive Erfahrungen gemacht werden und um rückläufige Aktivitäten neu zu beleben. Der französische Botschafter sieht dies als Pilotprojekt und hat eine Teilnahme der Botschaft und entsprechender Institutionen in Aussicht gestellt.

Es gebe französische Gemeinden, so Étienne, die auch eine Partnergemeinde in Afrika hätten. In diesen Fällen sei es zeitgemäß, zu prüfen, ob sich die deutsche Partnergemeinde unterstützend der französischen Seite anschließen könne. Denn die Verbindung zu Afrika und das Einbringen von Know-how seien ein Gebot der Stunde.

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