20.10.2016

Raus aus der Langzeitarbeitslosigkeit

Bundesmittel: Fuchtel überbringt gute Nachrichten aus Berlin / Ministerium fördert fünf Projekte im Nordschwarzwald

Calw / Freudenstadt. Gute Nachrichten aus Berlin überbringt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel den Landkreisen Calw und Freudenstadt. Über 2,8 Millionen Euro fließen aus der Zuwendungsdatenbank des Bundes in den Nordschwarzwald. Damit wird Menschen geholfen, die sich bislang schwer damit taten, einen Zugang zu Ausbildung oder Arbeitsmarkt zu finden.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann auf diese Weise zwischen 2016 und 2020 insgesamt fünf Projekte fördern. Der Landkreis Freudenstadt profitiert davon mit gleich drei Vorhaben; im Landkreis Calw werden zwei gefördert. Mit allen Projekten soll die Langzeitarbeitslosigkeit junger Menschen nachhaltig bekämpft werden.

Bis 2020 erhält das Oberlinhaus in Freudenstadt Bundesmittel in Höhe von über 781.000 Euro für zwei Projekte zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU). Außerdem fließen bis Juli 2020 über 542.000 Euro in das Jobcenter Landkreis Freudenstadt für die Umsetzung des Bundesprogramms des Europäischen Sozialfonds (ESF) zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit. Das Jobcenter Landkreis Calw erhält bis Juni 2020 sogar über 907.000 Euro für die Umsetzung des ESF-Bundesprogramms.

Mit über 599.000 Euro wird in Nagold die Erlacher Höhe bedacht. Sie erhält diese Mittel bis Juni 2019 für die ESF-Integrationsrichtlinie Bund. Ziel ist, junge Menschen mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung stufenweise und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

In diesem Fall liegt der Handlungsschwerpunkt auf der Integration durch Austausch (IdA). Dazu zählen transnationale, teilnehmerbezogene Mobilitätsmaßnahmen zur Integration Jugendlicher und junger Erwachsener von 18 bis 35 Jahren in Arbeit oder Ausbildung oder zur (Wieder-)Aufnahme einer Schulausbildung. Ziel ist ein Abschluss.  Zentraler Bestandteil des Projekts sind begleitete Auslandsaufenthalte, die sich über zwei bis sechs Monate erstrecken. Dabei erhalten die Teilnehmer ein betriebliches Training, eingebunden in eine individuelle Vor- und Nachbereitung in Deutschland.

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