27.10.2016

Chancen für Ortsumfahrung stehen gut

Bundesverkehrswegeplan: In Loßburg zeichnet sich bei B 294 Planungsrecht ab / Fuchtel und Esken: Sachargumente führten zur erneuten Erörterung / Gemeinsame Presseerklärung

 

Chancen für Ortsumfahrung stehen gut Verkehrsexperte Michael Donth studiert gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Gemeindekämmerer Günter Muth (von links) bei seinem Besuch in Loßburg eifrig die Pläne für eine Ortsumfahrung.

 

Loßburg. Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich erneut mit dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes für Baden-Württemberg befasst, teilen die beiden Bundestagsabgeordneten Saskia Esken und Hans-Joachim Fuchtel in einer gemeinsamen Presseinformation mit. Bei dieser Sachdiskussion ging es auch um die von der Region und den betroffenen Kommunen dringend geforderte Hochstufung der Ortsumfahrung Loßburg (B 294) vom „Weiteren Bedarf“ in den „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht“.

 Die beiden CDU-Verkehrsexperten Steffen Bilger und Michael Donth, Berichterstatter für Baden-Württemberg, hätten von ihren jeweiligen Ortsbesuchen in Loßburg berichtet. Als Abgeordnete hätten sie dabei zusätzliche Informationen erhalten, die für die Beurteilung von großem Wert seien. Das gelte sowohl für die weiterentwickelte Kostenschätzung als auch für die Funktion der Straße als Lückenschluss. Vor dem Hintergrund der Fertigstellung der Ortsumfahrung Dunningen werde die Aufnahme in die Planungsberechtigung durch die dann mögliche Umsetzung zu einem wesentlich besseren Verkehrsfluss führen.

Außerdem sei dieses Straßenbauprojekt für die Raumschaft auch im Hinblick auf den Tourismus von großer Bedeutung. Und schließlich sei die Anbindung der Firma Arburg an das überörtliche Straßennetz ein weiterer, wichtiger Gesichtspunkt. Durch die geplante Umfahrung würden weitere Expansionsmöglichkeiten für das international agierende Maschinenbauunternehmen, das sich durch Standorttreue auszeichne, in Loßburg entstehen.

Saskia Esken ist es zudem gelungen, in verschiedenen Gesprächsrunden in der Region und in Berlin die Verkehrsexpertin der baden-württembergischen  SPD-Landesgruppe, Annette Sawade, von der Dringlichkeit und Reife des Projekts zu überzeugen.

In der Sitzung des Verkehrsausschusses sei bereits deutlich geworden, so Fuchtel und Esken, dass der vorgetragene Änderungswunsch voraussichtlich Zustimmung finden dürfte. Endgültig werde die Entscheidung nach weiteren Besprechungen wohl in der Sitzung des Bundestages Anfang Dezember fallen. „Wir sind mit der Strategie einer kooperativen Zusammenarbeit innerhalb der Koalition beim Projekt Loßburg gut vorangekommen“, stellen die beiden Abgeordneten übereinstimmend fest. Die jeweils sehr ausführlichen Vor-Ort-Termine der Fachpolitiker hätten sicher dazu beigetragen, dass das Anliegen nochmals aufgegriffen wurde, um es in eine positive Richtung zu lenken. „Wir erwarten ein gutes Ergebnis nach dem Beratungsverlauf“, erklären Fuchtel und Esken, „wollen aber den Beschlussfassungen, die voraussichtlich am 2. Dezember getroffen werden, nicht vorweggreifen.“

Landrat und Bürgermeister danken den Abgeordneten

Landrat Dr. Klaus Michael Rückert zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über die positiven Entwicklungen: „Ich danke unseren Abgeordneten sehr, die sich hervorragend für dieses wichtige Verkehrsprojekt in unserem Landkreis eingesetzt haben. Allen voran Herrn Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der unter anderem durch die Organisation der Ortstermine mit den Abgeordneten Michael Donth und Steffen Bilger einen wichtigen Beitrag zum Erfolg unserer Bemühungen geleistet hat."

Loßburgs Bürgermeister Christoph Enderle nahm die Nachricht aus Berlin mit großer Erleichterung auf und äußerte Anerkennung für die Politiker: „Unsere Abgeordneten haben sich sehr eingehend mit den Argumenten befasst. Die Erörterungen vor Ort waren seitens der Verkehrsexperten Steffen Bilger und Michael Donth bei den jeweiligen Terminen von großer Sachkunde und Handlungsbereitschaft geprägt.“ Die Gespräche und Vor-Ort-Termine seien der richtige Weg in der Argumentation gewesen, der letztendlich zu einer positiven Entscheidung geführt habe, so der Rathauschef. Die zupackende Art, der zeitliche Einsatz und die Weitsicht von Hans-Joachim Fuchtel verdienten großes Lob und Respekt. Loßburg hoffe nun, dass sich die Bemühungen auch in der positiven Beschlussfassung im Deutschen Bundestag wiederfinde. „Sicher ist“, so Enderle, „dass ein positives Ergebnis die Entwicklungsperspektiven für Loßburg massiv verbessern und natürlich auch der Region nutzen würde."

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