21.11.2016

Philippinen im Gesamtspektrum

Entwicklungspolitik: Ebhausen bot RuTi Basis für drittes Treffen im Nordschwarzwald / Promotor wichtiger Ansprechpartner

Philippinen im Gesamtspektrum Die Akteure des Runden Tisches zur Entwicklungszusammenarbeit (RuTi) trafen sich schon zum dritten Mal im Nordschwarzwald, dieses Mal in Ebhausen. Bürgermeister Volker Schuler (Zweiter von links) informierte über die Aktivitäten seiner Gemeinde. Mit dabei: Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Calw-Freudenstadt (links) sowie der Regionalpromotor Johannes Lauterbach (3. von links, vorne). Foto: Büro Fuchtel

Ebhausen / Nordschwarzwald. „Wir in Ebhausen sind der Auffassung, dass nicht einfach zugeschaut werden darf!“ Mit diesen Worten brachte Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler das Engagement seiner Gemeinde im Rahmen des Bundesprogramms zur Einbeziehung der Kommunen in die Entwicklungspolitik auf den Punkt. Sein Forum: der Runde Tisch zur Entwicklungszusammenarbeit (kurz RuTi genannt).

Die Akteure aus dem ganzen Nordschwarzwald hatten sich dieses Mal im Gemeinschaftsraum in Ebhausen-Ebershardt versammelt. Hans-Peter Teufel, der zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel erneut zu der Runde eingeladen hatte, zeigte sich erfreut über die Anwesenheit vieler Akteure und vor allem des Regionalpromotors Johannes Lauterbach. Auch bei seiner dritten Veranstaltung fand der Runde Tisch wieder Zuspruch. Akteure, die in Partnerländern wie Uganda, Kenia, Philippinen sowie vielen anderen aktiv sind, saßen am Tisch.

Durch den Bericht der Gemeindebeauftragten Daniela Schweikardt rückte die jüngste Aktivität in der Region zunächst in den Mittelpunkt: das Engagement der Gemeinde Ebhausen als Partner der Stadtgemeinde Lubang auf den Philippinen. Das jüngste Auftakttreffen in Ebhausen sei bis zur letzten Minute mit Terminen ausgefüllt gewesen und habe sehr viel Interesse bei den drei angereisten Gästen geweckt. Nach Aufarbeitung werde man zum Gegenbesuch aufbrechen, um dann in die konkrete Arbeit einzusteigen.

Bürgermeister Volker Schuler nahm die Gelegenheit wahr, dem hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten nochmals für die Idee und die konkrete Unterstützung beim Start zu danken. Dieser wiederum sprach seinen Respekt dafür aus, dass eine verhältnismäßig kleine Gemeinde wie Ebhausen sich so eindeutig engagiere und damit ein Zeichen setze, dass es geht.

Anschließend informierte der Regionalpromotor für entwicklungspolitische Unterstützung, Johannes Lauterbach, über die Angebote zur Zusammenarbeit. Wie wichtig der Runde Tisch sei, so Hans-Peter Teufel, werde schon dadurch sichtbar, dass zuvor keine der anwesenden Gruppen von dieser Institution Kenntnis hatte. Teufel: „Genau hier setzt unsere Arbeit an. Wir wollen helfen, das Engagement leichter und effizienter zu gestalten!“

Baden-Württemberg verfügt über acht Regionalpromotoren, deren Aufgabe es ist, auf Anfragen im Netzwerk nach Unterstützung zu suchen, auf vorhandene Möglichkeiten zur finanziellen Förderung hinzuweisen und bei der Gestaltung von Anträgen zu helfen. Wie nicht anders zu erwarten, gab es daraufhin eine Fülle von Fragen an Johannes Lauterbach. Erste Termine für Besprechungen wurden ebenfalls bereits vereinbart.

„Zögern Sie nicht, auf mich zuzukommen“, sagte Lauterbach, „es ist meine Aufgabe.“ Die Kosten der Promotoren werden gemeinsam vom Land und vom Bund getragen, so dass die Inanspruchnahme für die Akteure des entwicklungspolitischen Feldes kostenlos ist.

Aus den Reihen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es schon weitere Vorschläge für die nächsten Treffen. Diese reichen von der Ausdehnung der Fair-Trade-Bewegung bis zu einer Informationsreise in die „Entwicklungspolitische Hauptstadt Bonn“. Vor allem wolle man in der kommunalen Szene weiter werben, um das Potenzial an Aktivitäten auszuweiten.

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