29.11.2016

Überraschung für Freudenstadt: Auch zweiter Tunnelast steigt auf / Gemeinsame Presseerklärung

Straßenbau: Kreisstadt schafft es mit zwei Projekten in neuen Bundesverkehrswegeplan / Stadt lobt Esken und Fuchtel

Überraschung für Freudenstadt: Auch zweiter Tunnelast steigt aufFrühzeitig vor Ort, um sich die Verkehrssituation in Freudenstadt genauer anzusehen: der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle (links) aus dem Bundesverkehrsministerium im letzten Jahr mit IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler (Mitte) und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel.

Freudenstadt / Berlin. Doppelten Grund zur Freude haben die Bürgerinnen und Bürger in Freudenstadt: Es ist nicht nur gelungen, das Tunnelprojekt B 462 Richtung Baiersbronn in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) aufzustufen, sondern in allerletzter Sekunde sorgte man in Berlin für eine faustdicke Überraschung: Auch der Tunnelabzweig Richtung Kniebis (B 28) ist jetzt als „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ aufgenommen!

Den offiziellen Beschluss dazu fassen die Mitglieder des Deutschen Bundestages an diesem Freitag in Berlin. Knapp 270 Milliarden Euro sind deutschlandweit für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur seitens des Bundes bis 2030 vorgesehen, erläutern die beiden Bundestagsabgeordneten Saskia Esken und Hans-Joachim Fuchtel in einer gemeinsamen Presseinformation. Davon umfasse allein das Investitionsvolumen für die Realisierung der Tunnellösungen 150 Millionen Euro.

Der Entscheidung war ein intensiver Einsatz der beiden Politiker über Monate für die zwei Freudenstädter Projekte vorausgegangen. „Ein erhebliches Investitionsvolumen stehen der Stadt und der Region jetzt zur Verfügung“, erläutert der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. 86,2 Millionen Euro seien für den Tunnel nach Baiersbronn vorgesehen und 65,4 Millionen Euro nochmals für die Tunnellösung B 28 Richtung Kniebis. „Dieser hohe Betrag dürfte auch positive Effekte auf die örtliche Wirtschaft haben“, ist Fuchtel überzeugt. 

„Das ist wirklich ein schöner Tag für die Entwicklung unserer Stadt. Die langjährigen Bemühungen und die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen haben sich mehr als gelohnt. Wir haben allen Grund zur Freude“, so der Kommentar aus dem Freudenstädter Rathaus. Für die Bürger zeichne sich ab, dass ihnen die Entlastung des Innenstadtbereiches um den Marktplatz, insbesondere durch den Tunnel nach Baiersbronn, zu Gute komme. Verkehrslärm und stinkende Abgasluft dürften mittelfristig der Vergangenheit angehören. Die unermüdliche Arbeit sowie der nachhaltige Einsatz von Saskia Esken und Hans-Joachim Fuchtel hätten sich ausgezahlt. Ein besonderes Lob verdienten beide, weil es sogar gelungen sei, den Tunnel B 462 im Verlauf der Verhandlungen in die höhere Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ einstufen zu lassen.

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