01.12.2016

Im Buhlbach kann noch mehr geschehen / Gemeinsame Presseerklärung

Tourismusattraktion: Bund zu weiterem Engagement bereit / Fuchtel und Esken schaffen Angebot / Beschluss im Haushaltsausschuss: 400.000 Euro zusätzlich

Im Buhlbach kann noch mehr geschehen Der CDU-Haushaltspolitiker Rüdiger Kruse aus Hamburg (Mitte) sorgte auch diesmal im Haushaltsausschuss des Bundestages für die finanzielle Unterstützung des denkmalgeschützten Ensembles Kulturpark Glashütte Buhlbach bei Obertal. Unser Foto entstand bei seinem Besuch vor Ort im Herbst 2014 auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel (Fünfter von links).

Baiersbronn / Berlin. Am Bund wird die weitere Ausgestaltung des denkmalgeschützten Ensembles Kulturpark Glashütte Buhlbach bei Obertal nicht scheitern. Dies teilen die beiden Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel und Saskia Esken aus Berlin mit. Im Haushaltsausschuss wurden auf Initiative des CDU-Abgeordneten Rüdiger Kruse vor wenigen Tagen weitere 400.000 Euro für das Projekt „Eingangsgebäude“ bereitgestellt.

Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm für denkmalgeschützte Projekte bei der Staatsministerin für Kultur im Bundeskanzleramt. Der Abgeordnete Rüdiger Kruse aus Hamburg ist in der Unionsfraktion Berichterstatter für das Programm. Er hatte auf Initiative des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel vor zwei Jahren Baiersbronn besucht und das Gesamtprojekt Buhlbach analysiert.

Kruse brachte dann den Antrag ein, Buhlbach mit einem Bundeszuschuss von 650.000 Euro zu fördern. Der Koalitionspartner SPD stimmte zu. So lief es auch diesmal für die weitere Ausgestaltung des Ensembles. In mühsamer Kleinarbeit hatte Hans-Joachim Fuchtel die Beschlussfähigkeit für das Projekt vorbereitet. Wie die SPD-Abgeordnete Saskia Esken betont, war es angesichts der hohen Qualität des Gesamtkonzepts und insbesondere des aktuellen Projekts ein Leichtes, die Haushaltsexperten der SPD und namentlich den Biberacher SPD-Abgeordneten Martin Gerster zu überzeugen: „Hier kann man nur zustimmen!"

Ursprünglich war es die frühere Gemeinderätin Dora-Luise Klumpp, die den CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel vor mehr als 15 Jahren um Unterstützung bat, Notmaßnahmen zu ergreifen, um die vom Zerfall bedrohte und denkmalgeschützte Kulisse zu retten. Der Abgeordnete motivierte Dora-Luise Klumpp zu ihrer großen Initiative, auf dem Gelände Projekte mit touristischer Perspektive anzugehen, denn, so Fuchtel, Baiersbronn könne diese Vielfalt gebrauchen. Immerhin ist die Gemeinde eine bekannte Adresse, die zusammen mit anderen Tourismusgemeinden die Gäste aus nah und fern anzieht.

So sieht es auch Saskia Esken von der SPD, die mit Komplimenten dafür nicht spart, was sich seitdem alles entwickelt hat. Mit dem neuerlichen Zuschuss sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die Gemeinde jetzt die Realisierung des zweiten Projekts auf dem Gelände prüfen kann.

Die Produktion von Sekt- und Champagnerflaschen in der Schwarzwälder Manufaktur hat eine äußerst interessante Geschichte als Industriedenkmal. Die Öfen für die Herstellung der Glasflaschen wurden damals mit Holz auf Temperatur gebracht. Im Zuge der Industrialisierung trat diese Energieart allerdings zunehmend in den Hintergrund. Man setzte in den Industriebetrieben und auch in den Glasbläsereien immer mehr Kohle zum Befeuern der Öfen ein. Von der Kohleförderung aber lag die Gemeinde Baiersbronn wiederum zu weit entfernt, so dass die florierende Herstellung von Champagnerflaschen verlagert wurde und in Buhlbach eine Ära zu Ende ging. 

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