25.11.2011

Erste Bilanz fällt positiv aus

Staatssekretär Fuchtel: Bundesfreiwilligendienst wird bestens angenommen / Dank an Einrichtungen und junge Menschen

 

Calw / Freudenstadt. Der Bundesfreiwilligendienst wird hervorragend angenommen. Dies kann der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bereits aus einer Antwort schließen, die ihn aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erreicht hat. Schon jetzt seien weit mehr als 12.000 Verträge unterschrieben. Das übertreffe alle Erwartungen, so der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt, zumal es das Angebot erst seit wenigen Monaten gebe.

 

Mitte Oktober waren im Landkreis Calw bereits 33 und im Landkreis Freudenstadt 34 BFD-Verträge unterzeichnet. Doch sei es angesichts des enormen Zulaufs an Neuverträgen und der noch nicht überall eingespielten Abläufe zurzeit nicht möglich, belastbare, aussagekräftige Zahlen zu nennen, teilt Thomas Kronberger vom BMFSFJ-Referat KP (Kabinett- und Parlamentangelegenheiten) dem Abgeordneten Hans-Joachim Fuchtel auf dessen Nachfrage mit. Aktuelle Zahlen seien sofort wieder veraltet, da die Zahl der Anträge täglich steige.

Für den Parlamentarischen Staatssekretär ist diese Tendenz außerordentlich erfreulich, denn sie zeige eindeutig, dass der Bundesfreiwilligendienst auf der Beliebheitsskala junger Menschen  ganz oben stehe. Sogar bei den über 27-jährigen habe der BFD offenbar einen hohen Stellenwert, seien bundesweit doch bereits 20 Prozent der Verträge mit dieser Altersgruppe abgeschlossen worden. Es sei also richtig gewesen, „den BFD für Menschen aller Altersgruppen zu öffnen“, pflichtet Fuchtel dem zuständigen Staatssekretär im BMFSFJ, Josef Hecken, bei.

Die Bundesregierung engagiere sich außerordentlich für die Freiwilligendienste, hat der CDU-Politiker Fuchtel nachgerechnet: Die unionsgeführte Koalition stelle allein im Haushaltsjahr 2012 rund 350 Millionen Euro für die Förderung bereit. Davon entfallen rund 93 Millionen Euro auf die Förderung der sogenannten „Länderdienste“, also „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) und „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ (FÖJ). Damit werde der Bund innerhalb von zwei Jahren sein Engagement auf Länderebene faktisch mehr als vervierfachen.

20 Wochen nach Aussetzung des Zivildienstes zieht Fuchtel ein positives Fazit, denn die viel beschworene Katastrophe sei ausgeblieben. Das aber auch dank des Einsatzes der Verantwortlichen in den sozialen Einrichtungen, die die Übergangszeit hervorragend gemeistert hätten. Sowohl den hauptberuflichen Einsatzkräften als auch den Freiwilligen gebühre hohe Anerkennung für ihre Arbeit, die letztendlich den Hilfsbedürftigen der Gesellschaft zugute komme, betont Fuchtel.


INFO

Mögliche Anlaufstellen für den Bundesfreiwilligendienst sind zum Beispiel die Erlacher Höhe, die Krankenhäuser sowie das Rote Kreuz in den Landkreisen Calw und Freudenstadt, die Kinderklinik Schömberg sowie viele weitere soziale Einrichtungen. Im Übrigen verweist Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel auf die Platzbörse des BMFSFJ im Internet unter:www.bundesfreiwilligendienst.de. Auf dieser Plattform kann unter den Stichsorten Einsatzfeld, Zielgruppe, Postleitzahl oder Ort gezielt nach Angeboten gesucht werden.

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