| | 07.05.2010
Fuchtel setzt sich für Fuchsklinge ein Win-win-win-Situation schaffen / MdB wirbt bei Grube: Erdaushub von Stuttgart 21 auf Calwer Deponie / Transport über die Schiene
Calw. Ins Ringen um den Abtransport des Erdaushubs für das
Großprojekt Stuttgart 21 hat sich Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel
nochmals persönlich eingeschaltet. In einem Brief an Dr. Rüdiger Grube
wirbt der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Calw/Freudenstadt beim
Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, die alte Mülldeponie bei Calw-
Hirsau dafür zu nutzen und das komplette Material über das Schienennetz
direkt dorthin zu transportieren. Dadurch entstände eine „Win-win-win-
Situation“.
„Es könnte eine dreifache Win-Situation werden“, wirbt der Parlamentarier.
Bekanntlich muss die alte Mülldeponie ohnehin saniert werden, wofür der
Erdaushub geeignet wäre. Das für den Transport instand gesetzte
Schienennetz könnte später für die Verlängerung des S-Bahnnetzes bis zum
Calwer Bahnhof genutzt werden.
Fuchtel, „dadurch kommt es zu einem sichtbaren Nutzen von Stuttgart 21“ für
die Region. Ihm seien die Abläufe des Planungsprozesses und die Beachtung
der Wirtschaftlichkeitsfragen bei den Vergaben bewusst und die Projektierer
von Stuttgart 21 seien nicht für Infrastrukturmaßnahmen des Netzes
zuständig, so Fuchtel, aber hier könne man zu beidseitigem Nutzen eine
Verbindung herstellen. Dazu müsse die Bahn die Netzarbeiten vorziehen, was
sicherlich eine erhebliche Entscheidung sei. Anderseits komme eine solche
Chance nie wieder. Wenn man wolle, müssten jetzt die Weichen entsprechend
gestellt werden. Der Verein der Freunde der Württembergischen Bahn habe in
einer aktuellen Erklärung nochmals alle Argumente aufgeführt, die für den
Transport nach Hirsau über die Schiene sprechen.
Die Maßnahme wäre ein Gewinn für Stuttgart 21, weil der Nutzen für die
Region Nordschwarzwald abfalle, für das S-Bahnprojekt und für die
Erledigung des Auffüllproblems. Daher sollte sie abschließend geklärt
werden, bevor Vergaben erfolgten.
[Druckversion] |  |