| | 22.07.2010
Wissen schafft Perspektiven Zum modernen Berufsleben gehört lebenslanges Lernen / Fuchtel: Donner lange im Geschäft / Demografischer Entwicklung frühzeitig begegnen
Freudenstadt. Der europäische Computerführerschein ist eines von vielen Qualifizierungsangeboten für bessere Chancen im Beruf. Ihn kann man auch in Freudenstadt erwerben. Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel MdB informierte sich im Bildungszentrum von Donner + Partner über das Weiterbildungsangebot in der hiesigen Region.
Donner und Partner arbeitet als private Bildungseinrichtung mit Hauptsitz in Waiblingen seit 1982 mit Einrichtungen der öffentlichen Hand, der privaten Wirtschaft sowie Vereinen und Verbänden zusammen. Die Geschäftsstelle in Freudenstadt mit ihren 640 Quadratmetern im ehemaligen Telekom-Gebäude ist eine von 80 Standorten bundesweit. Hier arbeiten zehn der insgesamt 550 Mitarbeiter. Im Schnitt werden in Deutschland 5.000 Lehrgangsteilnehmer pro Tag registriert, in Freudenstadt sind es aktuell bis zu 70, die das umfangreiche Seminarangebot nutzen.
In der Ludwig-Jahn-Str. 21 werden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit spezielle Vermittlungsprogramme und Umschulungen angeboten, die bis zur Wiedereingliederung von Jugendlichen in den Arbeitsprozess reichen. Für den Computerführerschein, der in ganz Europa nach dem gleichen Schema abläuft, kann beispielsweise ein Zertifikat nach Absolvierung aller sieben Module erlangt werden.
Als Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales nutze er die Chance, sich vor Ort ein Bild von den Angeboten, die vom Staat unterstützt werden, zu machen. Donner + Partner habe sich bereits auf dem wachsenden Markt der Weiterbildung, Umschulung und Rehabilitation einen Namen gemacht und sei ein anerkannter Partner.
Weiterbildung und Umschulung seien Arbeitsmarktinstrumente, die Chancen bieten, Menschen länger im Beruf zu halten. Denn zu den Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft gehöre auch die Gestaltung der Rahmenbedingungen für Arbeit bis 67, sagte Fuchtel. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung erhalte das lebenslange Lernen einen völlig neuen Stellenwert. Denn künftig werde der Arbeitsmarkt von fehlendem Arbeitskräftepotenzial geprägt sein. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) sei eine gesetzliche Grundlage, um erkrankte Arbeitnehmer nach ihrer Gesundung schneller zurück ins Berufsleben zu führen. Auf den einzelnen zugeschnittene Weiterbildung sei ebenfalls Zukunftsaufgabe, betonte Fuchtel.
Die Situation im Landkreis Freudenstadt habe sich freilich in Bezug auf Arbeitslosigkeit günstiger als anderswo entwickelt. Hierzulande seien die Aufgaben für die staatlichen Stellen sowie für die Bildungsträger sicher noch überschaubarer als in den Großstädten, nahm Fuchtel einen Eindruck von seinem Gespräch in Freudenstadt mit nach Berlin. Dennoch bräuchten auch im ländlichen Raum einige Menschen die besondere Unterstützung entsprechender Einrichtungen, um wieder richtig Fuß fassen zu können.
Im Detail hatten die Vertreter der privaten Bildungseinrichtung mit Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Ausgestaltung der Anforderungen an Arbeitslose, Regelungen aus dem Sozialgesetzbuch sowie Finanzierungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Bundesfinanzministerium besprochen. Der Erfahrungsaustausch über die Arbeitsmarktinstrumente, so Fuchtel, sei auch für ihn als Bundestagsabgeordneten für spätere Entscheidungsfindungen ungemein wichtig. „Ich möchte Politik nicht am grünen Tisch entscheiden“, sagte der Parlamentarier, „sondern Bewertungen vor Ort in meine Arbeit und in die der Bundesregierung einfließen lassen.“
 | | Lebenslanges Lernen wird in den Bildungszentren von Donner + Partner bereits im Auftrag der Agentur für Arbeit praktiziert. Davon machte sich der Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales in Freudenstadt ein Bild. Unser Foto zeigt (von links): Nils Domin (Referent), Harald Zürn-Rohr (Referent), Petra Hoffstätter (Standortleiterin in Freudenstadt), Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Mathias Pajunk (stellvertretender Geschäftsführer), Thomas Dendrinos (Prokurist) und Gerhard Kern (Geschäftsführender Gesellschafter). |
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