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   11.07.2010

Grußwort zur Einweihung Fachpflegeheim. BruderhausDiakonie.
Hans-Joachim Fuchtel, MdB zur Einweihung des Ersatzneubaus des Fachpflegeheims. BruderhausDiakonie, Seewald-Göttelfingen

Verehrte Damen und Herren,

„Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert.“

Das war das Motto von Gustav Werner, dem Vater der BruderhausDiakonie, dessen 200. Geburtstag Sie im letzten Jahr gefeiert haben. Gustav Werners Idee ist Tat geworden, trotz der Schwierigkeiten, die er meistern musste und die wir uns heutzutage gar nicht mehr vorstellen können.

Aus seinem unermüdlichen Einsatz für die Menschlichkeit ist mehr geworden: eine ganze Bewegung und eine Institution. Wir stehen heute hier vor einem neuen Ort, „Hort“ trifft es vielleicht besser: Dem Ersatzneubau des Fachpflegeheims der BruderhausDiakonie hier in Seewald in unserem schönen Schwarzwald.

Die BruderhausDiakonie setzt sich dafür ein, allen Menschen uneingeschränkt an unserer Gesellschaft Teilhabe zu geben,

Beteiligung eines jeden Menschen an Bildung und Ausbildung.

An den wirtschaftlichen und sozialen Vorgängen der Gesellschaft.

Als dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär bei Ursula von der Leyen in Berlin ist es mir weit mehr als eine Pflichtaufgabe, Ihre Ziele zu unterstützen! Und es ist mir ein Anliegen Ihnen für Ihr Wirken zu danken!

Deutschland hat die Behindertenkonvention unterschrieben. Es ist damit ein neues Buch aufgeschlagen das Inklusion heißt. Diese Inklusion – von der Betreuung zur Teilhabe – die muss unsere Gesellschaft erst in ihrer ganzen Breite leben lernen.

Es ist unser politisches Ziel, Anliegen der Behinderten auch zu Anliegen breiteren Teilen unserer Gesellschaft zu machen, denn es kann jeden morgen treffen und was noch viel wichtiger ist, es geht hier um Menschenrecht und Menschenwürde.

Jeder Mensch ist wertvoll für sich allein genommen. Aber jeder Mensch ist auch ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft. Nicht alle Menschen sind gleich. Und das ist wunderbar und wichtig. Das Bild unserer Gesellschaft ist wie ein Mosaik, aus ganz vielen kleinen, unterschiedlichen Steinchen entsteht ein buntes Kunstwerk. Es ist nicht immer einfach aus so vielen verschiedenen Steinchen, aus großen und kleinen, alten und neuen, aus runden und eckigen, glatten und rauen ein harmonisches Kunstwerk zu gestalten.

Genau dafür sind Einrichtungen wie die BruderhausDiakonie so wichtig und für diese Aufgabe bekannt. Sie, die Diakonie, bieten mehr: christliche Nächstenliebe.

Wir Christen müssen dies beim Namen nennen. Sie, liebe Brüder und Schwestern der Diakonie, Sie sollen dies auch mit Selbstbewusstsein tun – denn es ist mehr als Solidarität. Die BruderhausDiakonie steht für Hinwendung zum nächsten. Die Vision des Gustav Werner wird hier jeden Tag zur Tat, zu einer wertvollen Tat an den Menschen – das ist heute so aktuell wie vor 150 Jahren!

Ich bewundere Ihre Energie, mit der Sie auch dieses Bauwerk gestemmt haben. Der Herrgott möge es mit seinem Segen begleiten!
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