18.05.2018

Starkes Plädoyer für ländlichen Raum

Haushalt: Fuchtel im Bundestag / Etat des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft / Landwirtschaft auch arbeiten lassen

Calw / Freudenstadt / Berlin: Für „starke ländliche Räume, in denen sich niemand abgehängt fühlt“, sprach sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel in seiner ersten Rede in neuer Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor den Mitgliedern des Deutschen Bundestages aus. 

Anlass war die Einbringung des Bundeshaushaltes, von dessen Aufstockung auch das BMEL in den nächsten Jahren profitieren wird. Fuchtel machte deutlich, wie das Ministerium im Sinne der ländlichen Räume und der Verbraucher den auf über sechs Milliarden Euro angewachsenen Etat nutzen wird – nämlich, in dem „Projekte von hoher Priorität vorangebracht werden.“ Was der Politiker aus dem Nordschwarzwald dann auch näher definierte: „Wir haben mehr Geld für die Entwicklung und Stabilisierung der ländlichen Räume.“ Nachhaltigkeit; Forschung und Entwicklung sollen nach den Worten des Staatssekretärs damit ebenso gefördert werden wie Pflanzenzüchtigung, Biodiversität, Insektenschutz, Ernährungsbildung und Lebensmittelsicherheit.   

Allein für die Förderung der ländlichen Räume und der Landwirtschaft seien im Koalitionsvertrag in den nächsten Jahren 1,5 Milliarden Euro zusätzlich vorgesehen, so Fuchtel, mit denen das Ministerium nicht nur die angekündigten Einschnitte im EU-Agrarhaushalt kompensieren, sondern noch „viel mehr für den ländlichen Raum tun“ wolle. Denn „wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse“, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu fördern und der Polarisierung zu begegnen. Deshalb werde weiterhin mit 55 Millionen Euro in das Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ investiert. Besonders wichtig daran sei, dass die Menschen vor Ort die Projekte mitgestalten können. Gemeinsam mit den Bürgern wolle das BMEL neue Impulse in Sachen Digitalisierung, Kultur und Ehrenamt setzen.

„Wir brauchen eine moderne und wettbewerbsfähige Landwirtschaft“, betonte Fuchtel eindrücklich, „die man auch arbeiten lässt.“ Dazu müsse eine Atmosphäre geschaffen werden, in der sich junge Leute mit dem ländlichen Raum identifizieren können und „gerne einen Beruf in der Landwirtschaft ergreifen.“ Den Verbraucher gelte es mit der modernen Landwirtschaft zu versöhnen, unterstrich der Politiker. Das gehe nur mit neuen Rezepten, zu denen auch die Einsparung von Pflanzschutzmitteln und Dünger gehöre. Auf der anderen Seite müsse auch die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte gefördert und die Rückverfolgbarkeit in der Lebensmittelkette ermöglicht werden. Dazu soll der ökologische Landbau künftig seien festen Platz in der Landwirtschaft bekommen. Die Mittel für das entsprechende Bundesprogramm würden erhöht. Auch werde das Programm für Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau fortgesetzt und die Digitalisierung in der Landwirtschaft systematisch entwickelt.

fuetat 

Zum Haushaltsetat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sprach der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel vor dem Deutschen Bundestag.

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