07.09.2018

Regionale App im Visier

Digitalisierung: Fuchtel bei Martini in Pfalzgrafenweiler / Position des Handels sichern / Vorteil heißt Service

Pfalzgrafenweiler (k-w). Nicht nur die Industrie, sondern auch Kommunen, Einzelhandel und Gastronomie nehmen die Digitalisierung ins Visier. Interessante Aspekte zu dem Themenkomplex erfuhr der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel im Rahmen seiner Sommertour in Pfalzgrafenweiler.

Die Digitalabteilung der Werbeagentur Martini bietet zwischenzeitlich branchenübergreifende Lösungen an. Es gebe eine Fülle von Ideen im Haus, die konsequent bearbeitet werden, betonten Karin und Wolfgang Martini beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs, der von Carl Brieskorn, Vorstandsmitglied der CDU Pfalzgrafenweiler, begleitet wurde.

Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer regionalen App für den stationären Einzelhandel. Mit diesem Projekt sollen im Zeitalter der Digitalisierung die Händler Unterstützung erhalten, die vermehrt durch den Online-Handel unter Druck geraten. „Das hilft nicht nur dem Handel“, machte Fuchtel deutlich, „wir müssen uns auf jeden Fall auch bemühen, den Lieferverkehr, der sich durch den Online-Handel deutlich verstärkt hat, in Grenzen zu halten, um Wohngebiete von zu viel Fahrzeugen zu verschonen.“

Eine regionale App könne weit mehr leisten als die Unterstützung beim Verkauf. Ein echter Mehrwert würde in den Augen des Politikers gerade dann für die hiesige Region entstehen, wenn sie den Nutzer zum Beispiel bei Tagestouren begleite, in dem sie auch den Weg zu Outlet-Centern aufzeige und über intelligente Vernetzungen zur Belebung der Innenstädte beitrage. So wäre sogar ein Beitrag zum Erhalt dörflicher Gaststätten als Kommunikationsorte denkbar. Eine Initiative dazu hat der Abgeordnete nach seinem Wahlkampf im letzten Jahr für den Nordschwarzwald entwickelt.

Der Erfolg einer solchen App hänge ohnehin eng mit dem Servicegedanken zusammen, der nicht nur Einkaufsmöglichkeiten erfasse, sondern bis zu der Frage reichen müsste, wie ein Gast nach einem Wirtshausbesuch ohne Auto wieder nach Hause komme, sagte Fuchtel. Letztendlich ließe sich eine regionale App auch für die Suche nach Fachkräften nutzen. Sie könnte spezielle Bedürfnisse erfassen, um Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzuführen.

Hier wussten Karin und Wolfgang Martini aus eigener Erfahrung zu berichten. Es werde immer schwieriger, in Deutschland geeignete Programmierer zu finden. Deshalb arbeitet die Agentur seit geraumer Zeit mit einem internationalen Team. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, erläuterte Wolfgang Martini, und: „Das hilft, neue Ideen zu finden.“

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Über digitale Serviceideen diskutierten in Pfalzgrafenweiler (von links): Carl Brieskorn, Karin und Wolfgang Martini, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Iris Follak. (Foto: Werner Klein-Wiele)

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