25.09.2018

Weltweit einmalige Technologie

Wirtschaft: Lienhard und Leonhard Paterok machen ihre Erfindung bei Fuchtels Besuch erstmals öffentlich

Schömberg-Langenbrand (k-w). Zum ersten Mal auf der Welt ist es dem Technischen F & E Zentrum für Oberflächenveredelung und Hochleistungswerkzeugbau gelungen, Werkzeuge bei einer Temperatur zwischen 400 und 600 Grad Celsius mit extrem harten Metallcarbiden zu veredeln. Den Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel nutzten die Brüder Lienhard und Leonhard Paterok, um ihre Entwicklung erstmals öffentlich zu machen. 

„Diese neue Technologie ist einmalig auf der Welt“, erklärte Geschäftsführer Dr. Lienhard Paterok dem Bundestagsabgeordneten, der vom stellvertretenden Bürgermeister Joachim Zillinger begleitet wurde. Fuchtel schätzte sich glücklich, ein solch innovatives Unternehmen mit internationalem Ruf in seinem Wahlkreis zu haben. „Es ist unglaublich, was hier in Langenbrand geleistet wird“, betonte der CDU-Politiker, zumal das Technische Zentrum nicht zum ersten Mal mit einer technischen Revolution von sich Reden mache.

 „Das ist der härteste aller metallischen Nano-Hartstoffe, den wir aktuell weltweit herstellen können“, so Paterok, „damit können wir alles beschichten und in einem Zug veredeln. Das geht mit den meisten Technologien bislang überhaupt nicht.“ Die Neuerfindung, an der das Unternehmen über 23 Jahre intensiv getüftelt hat, biete enorme Möglichkeiten beim Veredeln von Stahl, Hartmetall, Glas sowie Keramik und helfe beim Sparen und der Effizienzsteigerung von Rohstoffen. Durch das Auftragen von Titancarbid in einer Stärke von tausendstel Millimeter werden bereits Rohstoffe in immenser Menge eingespart.

„Wir sind weltweit auch die einzigen, die Teile von innen und außen in einem Zug beschichten können, ohne diese bewegen zu müssen“, ergänzte Leonhard Paterok, der technische Geschäftsführer des Unternehmens. Außerdem konnte auf diese Weise die Lebensdauer von Werkzeugen um mindestens das Fünffache gesteigert werden. Dies ist besonders wichtig für die Standzeitsteigerung von Spritzgießformen und Umformwerkzeugen.  

Mit großem Interesse verfolgen die Brüder die Aktivitäten des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Auch engagiere sich der Bundestagsabgeordnete für seinen Wahlkreis Calw/Freudenstadt weit über das übliche Maß hinaus und unterstütze die Wirtschaft, wo immer möglich.

Weitere Themen waren der Entwicklungsstand von Klein-Windanlagen mit einer Leistung von 1,5 bis 2,5 Kilowatt und die Steigerung der Effizienz von Zerspanungswerkzeugen dank einer weiteren Rationalisierung der Geometrie, der Optimierung der Eigenschaften des Grundwerkstoffs sowie der chemischen und physikalischen Qualität der Oberflächen. Das Technische F&E-Zentrum stellt selber entsprechend veredelte Hochleistungswerkzeuge für die Fertigung von Maschinenelementen unter anderem aus Titan, Aluminium, Kupfer, Edelmetallen, Messing und anderen Hochleistungs-NE-Legierungen, Sinter-Werkstoffe, Weich- und Harthölzer, GFK und CFK her.

Abschließend informierten Lienhard und Leonhard Paterok ihre Gäste über den geplanten weiteren Ausbau der Sonderwerkzeug-Fertigung und die Erweiterung des Lohnbeschichtungsbereichs in Schömberg.

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Weltweit einmalige Technologie aus Langenbrand (von links): Leonhard Paterok, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Joachim Zillinger und Dr. Lienhard Paterok. (Foto: Klein-Wiele)

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