09.10.2018

Beziehungen zur Mongolei vertiefen

Wirtschaftsgespräch: Botschafter trifft auf Unternehmer aus der Region / Fuchtel vermittelt wichtigen Kontakt

Haiterbach (k-w). Geschäftsbeziehungen in die Mongolei pflegt MEVA seit zwei Jahren. Diese sollen weiter ausgebaut werden, betonte der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Dingler beim Besuch des Botschafters Dr. Ganbat Bontoi Damba am Stammsitz der Unternehmensgruppe in Haiterbach.

Das Wirtschaftsgespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald mit dem ranghöchsten Repräsentanten des zentralasiatischen Staates in Deutschland, an dem auch Unternehmer aus dem Nachbarkreis Freudenstadt teilnahmen, hatte der hiesige Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel aufgrund seiner intensiven Kontakte in die Diplomatie vermittelt. Der Nagolder IHK-Geschäftsstellenleiter Carl Christian Hirsch nannte die aufstrebende Mongolei, die verstärkt Wirtschaftsbeziehungen in den Westen aufbaue, einen wichtigen Handelspartner. Nicht zuletzt könne das Land bei einer Fläche von über 1,5 Millionen Quadratkilometer und rund drei Millionen Einwohnern aus einem großen Vorrat an Bodenschätzen schöpfen.

Der diplomatische Besuch sei nicht nur eine Ehre für Haiterbach, betonte Bürgermeister Andreas Hölzlberger, sondern spreche auch für die Wirtschaftskraft der Stadt, die mit 2000 Arbeitsplätzen eine gute Arbeitsmarktbilanz vorweise. Unter den Anbietern fänden sich so potente Unternehmen wie MEVA, das als größter Arbeitgeber Haiterbachs weltweit unterwegs sei.

Als Pionier und Impulsgeber präge MEVA durch Innovationen nachhaltig die Schalungsbranche, erinnerte Florian Dingler, der das Familienunternehmen in zweiter Generation gemeinsam mit seinem Vater führt. Großen Wert lege die Geschäftsführung besonders auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses.

Dr. Ganbat Bontoi Damba dankte dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, dass er diesen praktischen Einblick in die Wirtschaft des Nordschwarzwaldes ermöglicht habe. „Ich sehe, was Gerhard Dingler mit eigenen Händen erfolgreich aufgebaut hat“, zollte der Botschafter dem Firmengründer beim Rundgang durch das MEVA-Technikum Respekt. Ihn freue ganz besonders, dass Unternehmer aus dem ganzen Nordschwarzwald in Haiterbach zusammengekommen seien, um ihr Interesse an Kontakten zur Mongolei zu bekunden. Sein Heimatland habe schon vor 20 Jahren eine Wende in Wirtschaft und Politik eingeleitet, weg von der Plan- und hin zur Marktwirtschaft. Deutschland habe dabei geholfen, den Weg zur Demokratie zu ebnen und ein erfolgreiches Wirtschaftssystem aufzubauen.

Für 2019 werde in der Mongolei ein Wachstum von sieben Prozent erwartet. „Wir streben weiterhin eine stabile Wirtschaft an“, macht der Diplomat deutlich, „wollen jedoch nicht nur abwarten, sondern den Prozess aktiv gestalten.“ Deshalb strebe sein Heimatland auch aktive Beteiligungen westlicher Unternehmen an, warb der Botschafter um Investitionen. Projekte für einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen gebe es genug.

Die Zusammenarbeit mit den Partnern in der Mongolei habe sich von Anfang an als sehr angenehm entwickelt, machte Gerhard Dingler abschließend deutlich. MEVA suche zudem den Kontakt zu mongolischen Studenten aus der Bauwirtschaft, um den jungen Leuten ein Auslandspraktikum zu ermöglichen. „Nur so lernen sie die modernsten Techniken kennen, die weltweit im Einsatz sind“, so Dingler.

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Legte beim Besuch des Botschafters aus der Mongolei im MEVA-Technikum selbst Hand an: Geschäftsführer Gerhard Dingler, umrahmt von Unternehmern aus den Landkreisen Calw und Freudenstadt, IHK-Vertretern, Botschafter Dr. Ganbat Bontoi Damba (stehend Vierter von rechts) und Bürgermeister Andreas Hölzlberger. (Foto: Klein-Wiele)

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