19.10.2018

Gute-KiTA-Gesetz in Region umsetzen

Kinderbetreuung: Fuchtel informiert Kommunen im Nordschwarzwald sofort nach Gesetzeseinbringung / Möglichkeiten prüfen / Bund stellt 5,5 Milliarden Euro bereit

Calw / Freudenstadt (k-w). Als wichtige Investition in die Zukunft der Kinder betrachtet der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel das geplante, neue Gute-KiTa-Gesetz. Damit will der Bund künftig die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützen.

In erster Lesung hat der Bundestag am 18. Oktober 2018 über den Gesetzentwurf beraten. Gleich nach Einbringung des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ hat der Parlamentarische Staatssekretär am Donnerstag die Kommunen in seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt informiert, denn „die Umsetzung erfolgt zu guten Teilen auf kommunaler Ebene.“ Deswegen und weil „dieses Vorhaben von herausragender Bedeutung ist“, wurde von dem CDU-Politiker im Nordschwarzwald sofort eine Informationskampagne vor Ort mit der Bitte geschaltet, die Möglichkeiten dieses Gesetzes auf örtlicher Ebene bis in die Landkreisebene hinein zu prüfen.

Hans-Joachim Fuchtel: „Immerhin geht es hier um 5,5 Milliarden Euro, die der Bund im Zeitraum bis 2022 zur Verfügung stellt. Für die Union ist immens wichtig, dass dieses Geld auch tatsächlich in der Kinderbetreuung ankommt und die einzelnen Bausteine des Gesetzes schon bei den Diskussionen vor Ort berücksichtigt werden."

Gute, qualitativ hochwertige Kindertagesbetreuung sei ein gemeinsames Ziel von Bund, Ländern, Kommunen und Trägern, dem ein mehrjähriger Dialogprozess um die Eckpunkte einer solchen Qualitätsentwicklung vorausging. Das Gute-KiTa-Gesetz soll für alle Kinder im gesamten Bundesgebiet einen gleichwertigen Zugang zu hoher Qualität in der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung sicherstellen, heißt es zu den Zielen. Dafür seien Verbesserungen in der Qualität der vorschulischen Kindertagesbetreuung notwendig.

So sollen beispielsweise die Schaffung eines bedarfsgerechten Angebotes für die jeweiligen Kitas in den einzelnen Bundesländern und gute Fachkraft-Kind-Schlüssel zur Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht werden. Die Maßnahmen würden außerdem durch eine Fachkräfte-Offensive in 2019 abgerundet.

"Mir ist wichtig, dass gerade der Fachkräfteschlüssel, also die Anzahl von Erzieherinnen und Erziehern, noch weiter verbessert wird“, so Fuchtel weiter, „dabei können wir schon froh sein, dass dieser bei Kindern unter drei Jahre in Baden-Württemberg bei 3,1 liegt, während er in Brandenburg bei 5,8 und in Berlin bei 6 liegt.“ Das bedeute nämlich, dass dort für die doppelte Anzahl von Kindern nur eine Fachkraft zuständig sei.  

Der Gesetzesentwurf sieht für die Umsetzung vor, dass der Bund individuelle Verträge mit den Ländern abschließt, mit denen Handlungskonzepte für die Qualitätsverbesserung und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung geschaffen werden, die sich nach den unterschiedlichen Erfordernissen der Kitas in den jeweiligen Bundesländern richten.

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