04.01.2019

Als Delikatesse der Region beliebt

Fischzucht: Zwei Staatssekretäre anerkennen Leistung von Familie Bareiss / Forellenhof Buhlbach von Nachhaltigkeit getragen

Thomas Bareiß, Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, ist in seiner Funktion beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie auch Tourismusbeauftragter. Deshalb war er genauso stark an den Aktivitäten der Hoteliersfamilie interessiert, wie der hiesige Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel, der im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter anderem ein besonderes Auge auf das Tierwohl wirft. Ausdrücklich lobten die CDU-Politiker das unternehmerische Engagement der Familie Bareiss, die mit ihrem Forellenhof ein weiteres Zeichen traditioneller Bewirtschaftung im Schwarzwald setze.

So sei es ihnen und ihren Fachleuten sogar gelungen, Bodenseefelchen in den hiesigen Gewässern anzusiedeln. Dieses Versuchsprojekt, das in Zusammenarbeit mit Universitäten in Landau und Kiel sowie der Steinbeis-Stiftung laufe, finde in der Fachwelt viel Anerkennung, betonte Fuchtel. Es dient der Vermehrung dieser heimischen Fischart, deren Bestand nicht ausreichend sei. Aber auch die örtliche Bürgerschaft und vor allem Touristen hätten den Forellenhof als interessante Destination wegen seiner frischen Produkte und der naturnahen Bewirtschaftungsform entdeckt.

Fische seien generell mehr gefragt, betonte Fischwirtschaftsmeister Richard Eifler. Doch gebe es nicht genug Speisefische, da die Deutschen diese gerne auf ihrem Speiseplan hätten. Der Forellenhof Buhlbach nutzt die eigene Zucht zu 75 Prozent für den Eigenbedarf des Hotels, verkauft allerdings aus seiner Tradition heraus auch an andere Betriebe im Umkreis und an private Haushalte.

Eifler erklärte den beiden prominenten Gästen, dass das nachhaltige Bewirtschaften der Anlage durch den Einsatz von mittlerweile vier Fachkräften verdeutlicht werde. Außerdem arbeiten auf dem Forellenhof zwei Aushilfen mit. Weitere Verstärkung wird gesucht. Das Tierwohl von Fischen hänge in erster Linie von der Qualität und der Wassermenge ab. Der Forellenhof Buhlbach, der Zugriff auf sehr gutes Quellwasser habe, verzichte auf den Einsatz von Antibiotika. „Wir züchten lieber 30 Prozent weniger in unseren Gewässern“, fand der Betriebsleiter deutliche Worte, „denn auch Fische brauchen ihre Wohlfühl-Atmosphäre.“

Wie sehr eine Fischzucht vom Klima abhänge, habe der heiße Sommer vor Augen geführt, betonte Eifler, denn während die Anlage im Schnitt eine Jahresproduktion von bis zu 50.000 Stück aufweist, seien es in 2018 nur 20.000 Fische gewesen. Gezüchtet werden vornehmlich Regenbogen-, Bach- und Lachsforellen sowie Saiblinge.

Andreas Züfle verwies als örtlicher CDU-Vorsitzender auf die Glashütte im Buhlbachtal, wo den Gast eine weitere Attraktion der Region erwarte. Der örtliche CDU-Vorsitzende bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Hans-Joachim Fuchtel als Wahlkreis-Abgeordnetem, durch dessen Initiative dieses Ensemble neuen Aufschwung genommen habe. Durch die positive Entwicklung des Forellenhofs erfahre es eine zusätzliche Aufwertung.

Thomas Bareiß lobte die heimelige Gemütlichkeit des Forellenhofs und brach eine Lanze für Projekte, die durch das Zusammenführen von Erzeugung und Nutzung durch die Gastronomie Zukunftsperspektiven hätten. Die beiden Staatssekretäre ließen sich unter Beteiligung einer großen Anzahl Bürgerinnen und Bürger die Einzelheiten der Forellenzucht bis ins Detail erklärten und zeigten sich schließlich überzeugt davon, dass dieser Sektor mehr als ein Nischenprodukt sei, wofür man noch mehr Interessenten finden könne.

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Bis ins Detail erklärte Fischwirtschaftsmeister Richard Eifler den Parlamentarischen Staatssekretären Hans-Joachim Fuchtel und Thomas Bareiß die Arbeit der Fischzüchter auf dem Forellenhof Buhlbach. (Foto: Klein-Wiele)

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