04.01.2019

Mit VERAH unterwegs

Aerzteversorgung: Fuchtel begleitet Versorgungsassistentin / Politiker kümmert sich um Anliegen älterer Mitbürger

VERAH wird die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis genannt, die eine zusätzliche Qualifizierung als erfahrene medizinische Fachangestellte absolviert haben muss. Mit dieser speziellen Weiterbildung entlastet beispielsweise Füsun Yorganci, unterwegs in ihrem VERAH Mobil, durch hochqualifizierte Tätigkeiten den Praxisinhaber. Dabei ist sie nicht nur für ihren Chef eine wichtige Stütze, sondern auch für ältere Patientinnen und Patienten. VERAH entlaste durch ihren Einsatz tatsächlich den Mediziner, betonte Dr. Frank Stammler, zumal die Zahl seiner Kolleginnen und Kollegen auf dem Land rückläufig sei.

Hans-Joachim Fuchtel wollte vor Ort von den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die VERAH an diesem Vormittag aufsuchte, erfahren, wie dieses Modell der medizinischen Versorgung aufgenommen wird. Bei seinen Besuchen vor Ort hörte er durchweg positive Beurteilungen über das Modell, das auf einer Koalitionsvereinbarung von Union und SPD fußt. Patienten im fortgeschrittenen Alter bringt VERAH dabei auch ein Stück Lebensqualität zurück.

Eine 89-jährige Patientin und ein 94-jähriger Patient schilderten dem Politiker beispielsweise ihre persönliche Lebenssituation im hohen Alter. Sie zeigten sich froh darüber, dass sie noch in ihrer vertrauten Umgebung wohnen und dort auch medizinisch versorgt werden können. Ähnlich ergeht es einer alleinstehenden 91-jährigen, die bis vor wenigen Monaten noch selbstständig zu ihrer Hausarztpraxis gehen konnte, jetzt aber Hilfestellung braucht, um Routineleistungen in Anspruch nehmen zu können.

Die AOK unterstütze die Idee und beteilige sich an den Fahrzeugkosten, erläuterte Harald Brandl dem bekannten Mitfahrer aus der Politik, der sich auf diese Weise sein eigenes, ungefärbtes Bild vom täglichen Einsatz machen wollte. „Für mich wurde schnell sichtbar, dass das System für die Betroffenen sehr hilfreich ist“, betonte der Abgeordnete im Anschluss an die morgendliche Tour. Für die Patienten entwickle sich die Versorgungsassistentin häufig zu einer wichtigen Ansprechpartnerin in ihrem letzten Lebensabschnitt, musste er dabei zudem erkennen. Hier spiegele sich die menschliche Komponente wider, so Fuchtel nach seiner VERAH-Tour durchs Enztal. „Sichtbar wurde außerdem, dass VERAH vor allem bei üblichen Routinebehandlungen wertvolle Hilfe leistet.“ Auf diese Weise könne auf jeden Fall die ärztliche Versorgung vor Ort aufrechterhalten werden. Die Patienten würden dazu von ihrem vertrauten Praxispersonal versorgt, das oft schon über Jahre die Kranken- und Lebensgeschichte ihres Gegenübers kenne. Die Hausarztpraxis werde dadurch als zentraler Ort der Versorgung gestärkt.

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VERAH im Einsatz bei Familie Putz, begleitet vom Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. (Foto: Harald Brandl)

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