20.01.2019

Impulse für den ländlichen Raum

Entwicklung: Fuchtel positioniert sich / Landkreise Calw und Freudenstadt haben Potenzial / Kraftzentren müssen sich entfalten können

Damit hat der CDU-Politiker in der aktuellen Debatte um die strukturelle Entwicklung des Landes, wie sie derzeit in der neugebildeten Bundeskommission geführt wird und auch auf der laufenden „Grünen Woche“ im Rahmen des „12. Zukunftsforums ländliche Entwicklung“ Thema ist, klar und deutlich Stellung bezogen. Mehr als die Hälfte der Deutschen leben in ländlichen Regionen, die auch die Heimat des Mittelstandes sind. Nirgendwo gibt es mehr Ehrenamt“, betont Fuchtel.

Der Erfolg einer Region stehe und falle mit ihrer Wirtschaft. Die Menschen wollten nicht nur schöner wohnen, sondern auch besser leben. Dazu bräuchten sie Ausbildungs- und Arbeitsplätze. „Insoweit stimmt die verstärkte Wirtschaftsansiedelung in Nordschwarzwald optimistisch. Das muss aber einhergehen mit mehr Wohnungsbau“, fordert der Abgeordnete. Und weiter: „In unserer Region bedeutet das für mich eine wesentlich stärkere Ortsentwicklung in Form von Erneuerung, damit es zu stärkeren Impulsen im ländlichen Raum kommen kann.“

Ländlicher Raum bedeute auch mehr Verständnis und Unterstützung des bäuerlichen Berufsstandes. Landwirtschaft sei heute mehr als Mistgabel und Heuhaufen. In der Brust des modernen Landwirts würden zwei Herzen schlagen: eines für das Leben mit, von und in der Natur und eines als mittelständischer High-Tech-Unternehmer. Die Bauernregel müsse sich mit dem Computer messen, die Milchkanne mit dem Melkroboter. Das zeichne sich auch vor Ort in der hiesigen Region ab, so Fuchtel.

In den nächsten Jahren werde sich die Verkehrsinfrastruktur an vielen Problemstellen verbessern. Das werde zu mehr Wettbewerbsfähigkeit führen. Das vor Ort dafür jetzt schon konzeptionell nachgebessert werde, sei sehr zu begrüßen, sagte Fuchtel weiter. Eine Baustelle mit „vielen Haken und Ösen“ sei nach wie vor die digitale Infrastruktur, die unbedingt auch den ländlichen Raum erfassen müsse, fordert der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hier gehe es vor Ort endlich sichtbar voran, was deutlich mache, wie schwierig der Realisierungsprozess sei.

Fuchtel abschließend: „Nachdem ich in den vergangenen Jahren wiederholt zu Foren über den Sachstand eingeladen habe, werde ich nun gezielt in Fortschrittsgespräche mit den Akteuren einsteigen.

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