25.01.2019

Stärke der Region erhalten

Wirtschaft: Nordschwarzwald arbeitet an der Zukunft / Staatssekretär Fuchtel im Gespräch mit WFG-Geschäftsführer Protzer

Aktuell läuft ein Forschungsförderprojekt des Bundes, mit dem die Stärken ländlicher Regionen und Ihrer Wirtschaft untersucht, erhalten und ausgebaut werden sollen. Die Anzahl der in den Fokus genommenen Regionen wird deutschlandweit begrenzt sein. Mit dem Projekt soll herausgearbeitet werden, warum einige Regionen besonders gut florieren und was ihre Stärken sind.

Die WFG Nordschwarzwald präsentierte sich zum zweiten Mal an einem Gemeinschaftsstand auf der internationalen Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Partner der Vertreter aus dem Nordschwarzwald sind die Südwestfalen Agentur und die Wachstumsregion Ems-Achse, die im November bereits die Zusage als Projektträger für das Forschungsvorhaben „Starke Regionen – Starke Wirtschaft“ seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erhalten hat.

Dessen Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel informierte sich auf der Messe im Detail über die Aktivitäten vor Ort. Ländliche Regionen können durchaus auch eine starke Wirtschaft mit innovativen Unternehmen, interessanten Arbeitsplätzen und intakten Lebensräumen aufweisen, wurde dem CDU-Politiker eindrucksvoll vor Augen geführt. Jochen Protzer machte darüber hinaus deutlich, dass der Nordschwarzwald daran interessiert sei, in das bundesweite Forschungsvorhaben aufgenommen zu werden, denn „wir verstehen uns als starke Region, die alles daransetzt, um stark zu bleiben.“ Der WFG-Geschäftsführer: „Einige Indikatoren sprechen für uns, aber wir wollen auch von anderen lernen, mit welchen Maßnahmen wir die Stärke unserer Region erhalten können.“

Staatssekretär Fuchtel skizzierte seine Vorstellung von der Entwicklung ländlicher Räume. Dabei verwies er auf die Fördermöglichkeiten für digitale Plattformen und die notwendige Vernetzung der Einrichtungen und Akteure in Verwaltung, Tourismus und Gastronomie sowie Bildung vor Ort. Digitale Angebote mit konkret erlebbaren Treffpunkten müssten zusammengebracht werden.

Fuchtel machte deutlich, dass eine solche Förderung Hebelwirkung haben sollte, an deren Ende auch die Belebung der Dorfkerne stehe, wie zum Beispiel über Dorfgemeinschaftshäuser und Bürgerportale. Denn nur in Kombination mit der öffentlichen Hand, den Unternehmen und privaten Investoren ließen sich entsprechende Konzepte erarbeiten.

„Als Wirtschaftsförderung können wir natürlich unseren Beitrag aus wirtschaftlicher Sicht leisten“, betonte WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer. Im Nordschwarzwald habe die Wirtschaft ohnehin große Bedeutung quer durch alle Branchen, von der Industrie über den Handel bis zum Tourismus.


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Eine starke Region soll stark bleiben: der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (links) im Gespräch mit dem Geschäftsführer der WFG Nordschwarzwald, Jochen Protzer, auf der Grünen Woche in Berlin. (Foto: WFG)

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