01.02.2019

Höchster Staatsorden für Fuchtel

Auszeichnung: Staatssekretär erhält Polarstern der Mongolei / Ehrung durch Botschafter bei großem Festakt in Berlin

Die Auszeichnung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) habe mehrere Gründe, betonte der Botschafter. Zum einen habe man die positive Handschrift des deutschen Politikers als Gouverneur und zeitweise Vorsitzender des Gouverneursrats der Asiatischen Entwicklungsbank gespürt, wo er sich mit wirksamen Maßnahmen für die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild in der Mongolei und für eine nachhaltige Klimapolitik des Landes eingesetzt habe. Zum anderen habe er die Zusammenarbeit auch auf den Gebieten der Landwirtschaft erfolgreich gefördert.

Die Ordensverleihung, die anlässlich eines Festakts zum 45. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Mongolei und Deutschland stattfand, fußt auf einem Erlass des mongolischen Präsidenten. "Diese Auszeichnung empfinde ich als Zeichen der Freundschaft und des Vertrauens“, dankte Fuchtel unter großem Beifall, als er die Ehrung aus den Händen von Dr. Ganbat Damba entgegennahm. Für den Botschafter ist der Nordschwarzwald kein unbekanntes Terrain in Deutschland. Erst im Herbst letzten Jahres hatte er den Wahlkreis des CDU-Politikers zu Wirtschaftsgesprächen besucht.

Fuchtel seinerseits erinnerte an eine Reise in die Mongolei in 2017, bei der die gemeinsame Rohrstoffpartnerschaft begründet worden sei. Auch der Aufbau weiterer Kooperationen deutscher und mongolischer Kommunen sei erörtert worden. Die Zusammenarbeit mit Ländern wie der Mongolei habe die Verbesserung wirtschaftlicher Konstellationen und auch des Klimaschutzes zum Inhalt. Sie verlaufe mit der Mongolei „zielgerichtet und konstruktiv“ und werde von beiden Seiten engagiert gepflegt, so die Einschätzung des CDU-Politikers.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Mongolei verbinde seit Jahren ebenfalls eine intensive Partnerschaft und enge bilaterale Beziehungen. Aus dem erfolgreichen Kooperationsprojekt „Nachhaltige Landwirtschaft“ entstünden Impulse für innovative und klimaangepasste Ackerbaukonzepte mit mehr Arbeitsplätzen und Exportprodukten.

Fuchtel weiter: „Die Mongolei gehört zu den zehn rohstoffreichsten Ländern der Erde und hat hohe Vorräte an Seltenen Erden. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft ist für die Mongolei aus volkswirtschaftlicher Sicht und auch für die Ernährungssicherung des Landes ein bedeutsamer Wirtschaftszweig.“ Außerdem sei die Mongolei wegen ihrer geografischen Lage zwischen China und Russland als solches ein wichtiges Land. Es gebe nur wenige Länder in jener Region, wo die deutsche Sprache stark unterstützt werde.

04.02.2019: Hans-Joachim_Fuchtel_mit_mongolischem_Botschafter.png

Mit dem Staatsorden "Polarstern" zeichnete Dr. Ganbat Damba (rechts), Botschafter der Mongolei in Berlin, den Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel aus. (Foto: B. Enkhtuvshin)

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