04.03.2019

Förderung umfasst über 86 Millionen

Finanzhilfe: Im Kreis Freudenstadt unterstützt KfW-Bank 774 Projekte / Fuchtel begrüßt Investitionen / Baukindergeld abgerufen

Freudenstadt: 86,9 Millionen Euro umfassen die Förderprojekte im Landkreis Freudenstadt, für welche die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) im letzten Jahr eine Zusage erteilt hatte. Das teilt der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel nach einem Blick in den jetzt veröffentlichten Förderreport 2018 mit. Darunter auch 96 Baukindergeld-Zuschüsse über 2,1 Millionen Euro. 

Insgesamt konnten 774 Projekte mit Zuschüssen und Förderkrediten unterstützt werden, von denen sowohl die regionale Wirtschaft, die öffentliche Hand als auch Privatinvestoren profitieren, betont der Parlamentarische Staatssekretär, der das Investitionsvolumen begrüßt. Zwar habe die KfW ihr Fördergeschäft im letzten Jahr bundesweit planmäßig zurückgefahren; der Landkreis Freudenstadt sei dennoch bestens bedient worden. Denn wenngleich die Fördersumme für den Kreis um 13 Millionen Euro niedriger ausfalle als in 2017, so sei die Anzahl der geförderten Projekte dennoch deutlich von 630 auf 774 gestiegen.

Allein 50 mittelständische Gründungsvorhaben wurden mit Krediten und Zuschüssen bedacht. Das entspricht in der Summe einem Fördervolumen von 13,5 Millionen Euro. Außerdem wurden elf Unternehmensinvestitionen mit Förderkrediten über 3,3 Millionen Euro unterstützt, und es wurden Kredite in Höhe von 33,5 Millionen Euro für Innovationen im Mittelstand bereitgestellt. Zwei Millionen Euro an Zuschüssen flossen in 16 Projekte zur Energiewende, also Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Durch Unterstützung der KFW-Bank wurden im Landkreis Freudenstadt 1194 Wohneinheiten von privater Hand mit einem Gesamtvolumen von 27 Millionen Euro gefördert. Diese 684 Projekte verteilen sich auf die Bereiche Wohnen und Leben sowie die Energiewende. Aber auch über 140 Projekte zum altersgerechten Wohnen erhielten Zuschüsse oder Förderkredit.

Auch wer als privater Investor in die Energieeffizienz investierte, konnte auf Zuschüsse oder Förderkredite in Höhe von 32,6 Millionen Euro zählen. Förderkredite und Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro flossen außerdem in die öffentliche Infrastruktur und energetische Sanierungen der öffentlichen Hand

Oft würden durch die Hilfe der KfW-Bank Aktivitäten des Mittelstands und Existenzgründungen überhaupt erst möglich, betont Hans-Joachim Fuchtel. Außerdem würden Investitionen in Energieeffizienz begünstigt. „Deshalb begrüße ich diese Form der Wirtschaftspolitik ausdrücklich“, so der der CDU-Politiker, denn sie helfe nicht nur den Investoren, sondern auch den innovativen und erfolgreichen Unternehmern, dem Baugewerbe und der öffentlichen Hand. Das gelte auch für das neue Baukindergeld und die Schaffung privaten Wohneigentums.

In der Regel wickelt die KfW ihre Kredite über örtliche Geldinstitute ab, um deren Wissen bei der Risikoabwägung und der Umsetzung zu nutzen.

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