01.04.2019

Fuchtel: Jetzt sind Konzepte gefragt

Digitalpakt: Staatssekretär rät den zuständigen Akteuren in seinem Wahlkreis zum raschen Handeln / Bundesmittel für Schulen beantragen

Voraussetzung dafür wiederum seien „aussagekräftige Konzepte, die schon jetzt von den zuständigen Akteuren erarbeitet werden sollten“, rät der Parlamentarische Staatssekretär den Städten und Kommunen in seinem Wahlkreis Calw/Freudenstadt, die in der Regel die Träger der Schulen sind. Denn die Gelder sollen nach dem Willen der Bundesregierung noch in diesem Jahr verteilt werden. Deshalb sei es so wichtig, dass „jetzt zügig vor Ort gehandelt“ werde, so Fuchtel, der auch daraus verweist: „Weil wir als Bund dem Bereich digitale Bildung besondere Bedeutung beimessen, übernehmen wir mit einem Finanzierungsanteil von 90 Prozent beim Digitalpakt eine besondere Verantwortung.“

Möglich geworden sei der Digitalpakt, weil auch der Bundesrat der notwendigen Grundgesetzänderung zugestimmt habe, betont der Abgeordnete. „Deshalb ist das für alle Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und auch für unser Bildungssystem eine gute Nachricht.“ Die Chancen, dass ein Teil der Gelder (fünf Milliarden Euro vom Bund und 500 Millionen Euro von den Ländern) auch im Nordschwarzwald ankommt, dürften allerdings nicht vertrödelt werden. Zu beachten sei, dass bereits laufende und neu zu beantragende Maßnahmen nicht miteinander vermischt werden dürfen.

Nach Auffassung der Union bestehe der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen in erster Linie darin, Schüler angemessen auf das Leben in der derzeitigen und künftigen Gesellschaft vorzubereiten. Digitale Kompetenzen gehörten eindeutig zu den wichtigsten Anforderungen für die Zukunft, so Fuchtel, denn davon hänge nicht nur die Zukunftsfähigkeit des deutschen Bildungs- und Ausbildungssystems ab, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Während der Bund den Ausbau der technischen, digitalen Infrastruktur fördere, seien die Länder für die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte sowie für die Qualifizierung und Weiterbildung von Lehrern zuständig. Daran werde auch künftig nicht gerüttelt. Ebenso wenig dürften die Bundesmittel zu einer Kürzung der Ländermittel führen. Außerdem regeln die Länder Betrieb und Wartung der Infrastruktur.

Fuchtel abschließend: „Das ist ein kräftiger Schub für guten Unterricht in Deutschland, denn die Arbeitswelt von morgen wird zunehmend digitale Kenntnisse erfordern.“

 

INFO

Über den Digitalpakt sind der Aufbau oder die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen, Serverlösungen, schulisches WLAN, der Aufbau und die Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen (zum Beispiel Lernplattformen, pädagogische Kommunikations- und Arbeitsplattformen, Portale, Cloud-Angebote) förderfähig, ferner Anzeige- und Interaktionsgeräte (interaktive Tafeln, Displays, inklusive zugehöriger Steuergeräte, und schulgebundene mobile Endgeräte). Grundvoraussetzung für Mittel aus dem Digitalpakt ist immer die Vorlage eines technisch-pädagogischen Konzepts. Antragsberechtigt sind die Schulträger für allgemeinbildende und berufliche Schulen in öffentlicher Trägerschaft sowie auch für Privatschulen. Die Förderbekanntmachungen der Länder sollen im Herbst 2019 veröffentlicht werden.

[Druckversion]