08.05.2019

Fuchtel und Esken: Alpirsbacher Denkmal gerettet

Dankmalschutz: Klosterscheuer kann saniert werden / Haushaltsausschuss bewilligt Fördergelder / Früher gemeinsamer Einsatz zahlt sich aus

Alpirsbach / Berlin. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch 46.000 Euro für die Sanierung der Klosterscheuer in Alpirsbach bewilligt.

„Es freut uns, dass die Besitzerin jetzt die Mittel erhält, um eine Instandsetzung des Kleinods zu ermöglichen“, betonen die Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel und Saskia Esken in einer gemeinsamen Presseinformation, „mit dieser Zusage kann dieses bedeutende Denkmal gerettet werden.“ Durch die Bewilligung aus Berlin erhalten die Stadt Alpirsbach und die Besitzerin der Klosterscheuer, Heike Schwab, den fünfstelligen Betrag als Zuschuss. Er stammt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters.

Das Interesse an dem Förderprogramm ist groß; es ist um das Dreifache überzeichnet. Die Haushälter des Deutschen Bundestages haben beschlossen, diese Mittel deutschlandweit an 228 Projekte zu vergeben. „Das Programm ist sehr begehrt. Daher ist es ein besonderes Zeichen, dass die Klosterscheuer diese Bundesmittel erhalten hat“, so Saskia Esken. „Das Votum für das Projekt in Alpirsbach-Peterzell zeigt, dass seitens des Bundes auch der ländliche Raum bedacht wird“, erläutert Hans-Joachim Fuchtel. Schon Anfang März hatten die beiden Wahlkreisabgeordneten auf Bitten der Kommune unabhängig voneinander die Haushaltsberichterstatter ihrer Fraktionen, Patricia Lips von der Union und Johannes Kahrs von der SPD, auf die Notwendigkeit der Unterstützung aufmerksam gemacht.

Die Förderung kommt keine Minute zu früh. Nach einem Besuch von Esken im April war das Gebäude auf Empfehlung der Abgeordneten von einem Statiker erneut untersucht worden. "Der Besitzerin Frau Schwab hat die Sorge den Schlaf geraubt, dass herabfallende Mauerteile Menschen verletzen könnten", erzählt Esken. Tatsächlich musste der Landkreis nach der Prüfung eine Nutzungsuntersagung anordnen. Die Stadt Alpirsbach reagierte schnell und sperrte die Flächen kurz danach ab.

Nun soll es zügig ins Ausschreibungsverfahren gehen, damit die Sanierung zeitnah umgesetzt wird. Die Stadt Alpirsbach sagte Schwab bereits ihre Hilfe zu, das Verfahren zügig in die Wege zu leiten.

Aus Überzeugung setzen sich beide Abgeordneten gerade für solche Projekte ein. Jetzt müsse noch sichergestellt werden, dass von anderer Seite die notwendigen restlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Gesamtkosten von knapp 200 000 Euro zu finanzieren.

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