14.05.2019

Außenwand zum Teil aus Plastikscheiben

Stadion: Gebäudekomplex energetische Katastrophe / Staatssekretär Fuchtel mit OB Rosenberger vor Ort / Bund hilft jetzt bei Sanierung

Horb (k-w). „Hier sieht ja alles noch so aus wie zu meiner Schulzeit!“ Der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel erinnerte sich noch gut daran, dass er sich dereinst mit seinen Schulkameraden im Horber Stadion zur „sportlichen Ertüchtigung“ getroffen hatte. „Heute werden die Hallen durch die Politik ertüchtigt“, schmunzelte der Bundestagsabgeordnete beim Vor-Ort-Termin mit Oberbürgermeister Peter Rosenberger und dem städtischen Fachbereichsleiter Thomas Hellener.

In der Tat: Die beiden Horber Stadionhallen sind gewaltig in die Jahre gekommen und aus energetischer Sicht eine Katastrophe. Der Rathauschef verweist auf den Oberen Abschnitt der Außenwand, die aus einfachen Plastikscheiben besteht. Die Aluminiumverkleidung ist eine zusätzlich Kältebrücke. Das entspricht nicht mal „ansatzweise den Ansprüchen des heutigen Stands der Technik“, heißt es im Projektbericht, der der Entscheidung des Haushaltsausschusses in Berlin zugrunde liegt. Demnach bezuschusst der Bund die Gesamtkosten der Sanierung mit knapp über einer Million Euro. Insgesamt fallen 2,315 Millionen Euro an.

Nicht zuletzt sei das auch ein Verdienst der Horber Verwaltung, sagt der CDU-Politiker Hans-Joachim Fuchtel, die den Antrag auf Mittel aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" sehr frühzeitig gestellt habe. Denn das Programm sei inzwischen „total überzeichnet“, sodass die Horber noch zur rechten Zeit ihr Anliegen in Berlin vorgetragen hätten.

Im Detail geht es um eine grundlegende energetische Sanierung des Gebäudekomplexes, erläuterte Rosenberger. Dazu gehören sowohl die Sanierung der Wände und Dächer als auch der Fenster. „Außerdem gehen wir mit einer Gasheizung ans Nahwärmenetz“, so der OB. Erneuert werden zudem die elektrischen Anlagen inklusiv Beleuchtung, die Wasserleitungen und die Lüftungsanlagen. Geplant sind Umbauten in den Hallen, Nebenräumen und den sanitären Anlagen. Diese sollen unter anderem dazu beitragen, dass der Stadionkomplex die notwendige Barrierefreiheit erhält.

Die beiden Stadionhallen in Horber Westen werden sehr häufig sowohl für den Schul- als auch den Vereinssport genutzt. Seit ihrem Bau vor einigen Jahrzehnten wurden bislang nur kleinere Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten ausgeführt. Die Projekte, die auf diese Weise seitens des Bundes bezuschusst werden, sollen nicht nur stadtentwicklungspolitische Impulse mit regionaler Wirkung setzen, sondern in besonderer Weise zu den Klimaschutzzielen des Bundes – wie zum Beispiel Primärenergieverbrauch oder Minderung des CO2-Ausstoßes – beitragen. Da ist die Stadt Horb, die klimaneutrale Kommune werden möchte, genau die richtige Partnerin.

Hans-Joachim Fuchtel abschließend: „Diese dringend notwendigen Arbeiten waren längst überfällig. Denn sie tragen nicht nur zum Wohlbefinden der Schüler und Vereinsmitglieder bei, sondern werden unterm Strich auch wegen der deutlichen Energieeinsparungen den städtischen Haushalt ertüchtigen.“

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Zum Teil bestehen die Außenwände der Horber Stadionhalle noch aus Plastikscheiben, erfuhr der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) vor Ort von Oberbürgermeister Peter Rosenberger (links) und Fachbereichsleiter Thomas Hellener. (Foto: Klein-Wiele)

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