22.05.2019

Campus stärkt den ländlichen Raum

Bildung: Vorsitzender der CDU-Landesgruppe spricht von Ausstrahlungskraft / Fuchtel: Glanzstück für Heimatregion / Im Wintersemester erste Studierende

Freudenstadt: Der neue Campus Schwarzwald in Freudenstadt steht als Standort für Bildung und Forschung auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das betonte der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag, Andreas Jung.

Der Parlamentarier mit Wahlkreis Konstanz überzeugte sich gemeinsam mit dem hiesigen Wahlkreisabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel vom Fortschritt der Bauarbeiten im ehemaligen EnBW-Gebäude und ließ sich von der Konzeption unterrichten. Das Projekt soll schon im Sommer bezugsfertig sein. Die Top-Frage, die sich für die Zukunft des ländlichen Raumes stelle, sei nämlich, so Jung, „wie wir den gesellschaftlichen Ausgleich zum Ballungsraum schaffen“, damit die ländlich geprägten Regionen des Landes in ihrer Entwicklung nicht abgehängt werden.

Das Centrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit sei ein „Projekt mit Ausstrahlungskraft weit über die Region hinaus“, das Unterstützung verdiene, sagte Jung. Als Vorsitzender der CDU-Landesgruppe werde er gerne dazu beitragen.

„Der Campus hat echte Zukunftschancen“, urteilte auch der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der das unternehmerische Engagement zur Finanzierung der Bildungseinrichtung hervorhob. Beim Rundgang mit Geschäftsführer Stefan Bogenrieder und dem Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Rudolf Müller, wurden die beiden Abgeordneten auch seitens des Investors Kreissparkasse Freudenstadt von Vorstandsmitglied Bernd Philippsen und Abteilungsdirektor Hansjörg Hermann begleitet.

Durch den Anschluss an BelWü, dem Netz der wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg, haben Lehrkräfte wie Studierende und Forschende sogar die Möglichkeit, auf eine 10-Gigabit-Datenverbindung, sowie ein Forschungs-5G-Netz zuzugreifen. Schon zum Wintersemester sollen die ersten jungen Leute ihr Studium in Freudenstadt aufnehmen. Gleich nebenan entstehen 45 Wohnheimplätze.

Die Studierenden des Campus Schwarzwald hätten später sehr gute Ausgangschancen für ihren Einstieg ins Berufsleben, betonte Fuchtel, denn „sie werden gesucht sein.“ Was ihn besonders überzeuge, sei der Mix aus universitärer und unternehmensnaher Forschung, der auch Ausgründungen und Start-ups einschließe. Im Mittelpunkt der Forschungen stünden so spannende Themen wie die Auswirkungen des Internet of Things (IoT) oder digitaler Zwillinge auf die Industrie.

Fuchtel abschließend: „Bei der Liste der beteiligten Firmen habe ich keinen Zweifel am Erfolg. Wer sich über Jahrzehnte auf dem Weltmarkt behaupten kann, schafft auch dieses Glanzstück für unsere Heimatregion.“ 

 

fucampus

 

Vom Fortschritt der Bauarbeiten am Campus Freudenstadt überzeugten sich (von links): Bernd Philippsen, Hansjörg Hermann, Rudolf Müller, Sophie Martiné, die Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Hans-Joachim Fuchtel sowie Stefan Bogenrieder.

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