14.06.2019

Mit OPT Energieeinsatz optimieren

Erfindung: Jungunternehmer präsentieren erstmals ihr neues Olmatic-System / Staatssekretär Fuchtel: Außergewöhnliche Idee

Nagold / Horb (k-w). Ihr System vergleichen die jungen Geschäftsleute gerne mit den Nervensträngen und Blutbahnen eines Sportlers: Da komme es auch darauf an, welche Muskelgruppen des Körpers gerade die meiste Energie beanspruchen. Jetzt haben die Brüder Christian, Patrick und Tobias Olma ihre revolutionäre Erfindung erstmals dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel präsentiert.  

Der Bundestagsabgeordnete ließ sich im Existenzgründer- und Technologie-Zentrum „tec21“ auf dem Nagolder Wolfsberg von den drei Jungunternehmern über die „sensationelle neue Technik“, wie sie von Christoph Beck, Geschäftsführender Gesellschafter des tec21 skizziert wurde, informieren. Olmatic hat seinen Hauptsitz in Nagold und einen weiteren Firmensitz in Horb-Altheim.

Durch das hochinnovative Verfahren OPT, das für Olmatic Power Tracking steht, werde der Strom innerhalb eines geschlossenen Versorgungssystems je nach Anforderung dynamisch verteilt, um zum Beispiel im Zeitalter der Energiewende über 24 Stunden am Tag ohne den Zukauf aus dem öffentlichen Stromnetz auszukommen. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um einen Privathaushalt, eine öffentliche Einrichtung oder die Industrie handle.

Mit OPT erreiche der Anwender beim Einsatz regenerativer Energien bis zu 100 Prozent Autarkie, so die Entwickler. Bei konventionellen Energiequellen schaffe er im Schnitt bis zu 30 Prozent zusätzliche Stromeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Energie-Management-Systemen. Dafür werde jeder vorhandene Ein- und Ausgang entsprechend seinem Bedarf entweder dynamisch reguliert oder ganz zu- oder abgeschaltet. Denn durch die Integration des Systems direkt in die Versorgungsleitung könnten Quellen und Verbraucher stets spezifisch betrachtet und optimal eingesetzt werden.

Dabei ist OPT, das aus einem Energie-Management-Modul und einer zentralen Steuereinheit besteht, sogar lernfähig. Seine Software sammelt mit steigender Einsatzdauer Erfahrungswerte und zieht sich zum Beispiel Informationen zu Wetterveränderungen aus dem Internet. Irgendwann weiß OPT am Beispiel Smart Home ganz genau, wann es mehr Strom für Haushaltsgeräte, Beleuchtung oder für Heizsysteme benötigt und wann nicht. Mögliche Anwendungsgebiete sind deshalb intelligente Stromnetze und Versorgungssysteme, die E-Mobilität, die optimale Nutzung wertvoller Energieressourcen inklusiv Speicherung von Stromüberschüssen, die Sektorenkopplung und das Nachfragemanagement in Unternehmen.

„Was mich wundert ist, dass noch niemand auf diese außergewöhnliche Idee gekommen ist“, sagte Hans-Joachim Fuchtel im Rahmen der Präsentation. Er werde in Berlin entsprechende Fachstellen auf die Neuerfindung aufmerksam machen. Denn man brauche nicht viel Fantasie, um sich heute schon vielfältige Einsatzmöglichkeiten vorstellen zu können.

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Über die Neuerfindung OPT tauschten sich im Nagolder tec21 aus (von links): Christoph Beck, Patrick Olma, der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Tobias Olma und Christian Olma. (Foto: Klein-Wiele)

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